2.
Populationsökologie des
Gartenbaumläufers
& Waldbaumläufers
Certhia
brachydactyla
& Certhia
familiaris
mit
Hilfe der wissenschaftlichen Vogelberingung
Untersuchungsgebiet: 5
qkm im Harz
Betriebsbezirk
Lerbach des Niedersaechsischen Forstamtes Riefensbeek
Das Gebiet liegt oestlich
von Osterode zwischen Soesetal und Lerbacher Tal
Bedeutung:
Im Untersuchungsgebiet, das
hauptsaechlich aus Fichtenwaeldern
besteht,
wurden den Baumlaeufern
200 Borkentaschen angeboten, in denen dann beide
Baumlaeferarten
fast ausschliesslich brueteten.
Auf diese Weise konnten fast alle Bruten
erfasst werden und die Altvoegel durch Fang und Farbberingung
weitgehend
vollstaendig
identifiziert werden.
Im Durchschnitt brueten im Untersuchungsgebiet jaehrlich 40 Paare
Waldbaumlaeufer und 10 Paare Gartenbaumlaefer.
Da ueber Baumlaefer in
Mitteleuropa wenig bekannt ist,
wurde in
einem methodischen Verbundsystem versucht,
moeglichst viele Fragen zur Biologie dieser
beiden Zwillingsarten und ihrer Einnischung zu untersuchen:
Altersstruktur, Lebenszeit-Reproduktion, Populationsdynamik,
Nahrungsoekologie, Revierverhalten,
Ansiedlungsverhalten, Siedlungsdichte, Gesangsaktivitaet, intra- und
interspezifische Variabilitaet des
Gesangs.
Publikationen :
01. SCHWERDTFEGER, O.
1981:
Tannenmeise Parus ater
legte zu jungen Gartenbaumlaeufern Certhia brachydactyla.
Oekologie der Voegel 3: 139 -142.
02. SCHWERDTFEGER, O. 1981:
Bigynie beim Waldbaumlaeufer (Certhia
familiaris).
Vogelwelt 102: 64 - 67.
03. SCHWERDTFEGER, O., &
G. THIELCKE 1986.
Nachweis eines
Gartenbaumlaeufer-Mischsaengers
(Certhia brachydactyla).
Vogelwarte 33: 309 - 316.
04. SCHWERDTFEGER, O. 1987:
Gesangsaktivitaet und
Siedlungsdichte
beim Waldbaumlaeufer und Gartenbaumlaeufer
(Certhia familiaris und C.
brachydactyla).
Beitraege Naturkunde
Niedersachsens
40: 222 - 226.
Vortraege auf
Jahresversammlungen
der Deutschen Ornithologen-Gesellschaft Zusammenfassungen:
05. SCHWERDTFEGER, O.
1982:
Brutbiologie und
Populationsdynamik
des Waldbaumlaeufers (Certhia familiaris).
Marburg 1982. - Journal
für Ornithologie 124: 327.
06. SCHWERDTFEGER, O. 1985:
Art-, Geschlechts- und
Altersunterschiede
beim Garten- und Waldbaumlaeufer
(Certhia brachydactyla und
C. familiaris).
Osnabrueck
1985.
Journal für Ornithologie 127: 384.
07. SCHWERDTFEGER, O.
1991:
Die Bedeutung
populationsoekologischer
Forschung an Baumlaeufern.
(Certhia familiaris u. C.
brachydactyla).
Interlaken 1991. -
Journal für
Ornithologie
133: 316.
08. SCHWERDTFEGER, O.
1992:
Ansiedlungsverhalten und Gesang
beim Waldbaumlaeufer (Certhia familiaris). Berlin 1992. -
Journal für Ornithologie
134: 465.
09. SCHWERDTFEGER, O. 1994:
Populationsdynamik und
Lifetime-Reproduktion
beim Waldbaumlaeufer (Certhia familiaris).
Wilhelmshaven 1994. - Journal
für Ornithologie 136: 333.
10. SCHWERDTFEGER, O. 1995:
Intraindividuelle Konstanz
und interindividuelle Variation des Gesangs beim Waldbaumlaeufer
(Certhia familiaris).
Kaiserslautern
1995. - Journal für Ornithologie
137:
406.
Vortraege auf
Tagungen
des Instituts für Vogelforschung - Vogelwarte Helgoland:
11. Beringung und
Populationsdynamik des
Waldbaumlaeufers,
Wilhelmshaven 1981 .
12. Artunterschiede
und Geschlechtsdimorphismus
bei Wald-
und Gartenbaumlaeufer,
Braunschweig 1984 .
13. Kombinierte
Methoden zur Erfassung
populationsoekologischer
Daten bei Baumlaeufern,
Muenster 1986 .
14. Die
Alterszusammensetzung einer
Waldbaumlaeufer-Population,
Wilhelmshaven 1990 .